02.09.2010 16:49
Mutmaßlich Rechtsextremistischer Bombenbastler festgenommen - Gemeinsame Pressemeldung Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Berlin
Tempelhof-Schöneberg
In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Vorbereitung eines Explosionsverbrechens durchsuchten gestern früh etwa 80 Beamte der Landeskriminalämter Berlins und Nordrhein-Westfalens vier Wohnungen in Aachen und Radevormwald im Bergischen Land. Ausgangspunkt der polizeilichen Maßnahmen waren Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte der rechtsextremistischen Szene, die am 1. Mai diesen Jahres bei einer Kontrolle am Zugang zu einer rechten Demonstration in Pankow mehrere Gegenstände wegwarfen und anschließend flüchteten. Eine Untersuchung durch die Polizei ergab, dass es sich dabei teilweise um selbstgebastelte Sprengsätze aus manipulierten, pyrotechnischen Gegenständen handelte.
Ermittlungen führten zu einem 19-jährigen Beschuldigten nach Aachen sowie zu weiteren mutmaßlichen Bombenbastlern in Nordrhein-Westfahlen. Die daraufhin erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse sowie ein Haftbefehl gegen den 19-Jährigen konnten gestern vollstreckt werden.
Die Beamten nahmen den 19-Jährigen, welcher Kontakte zur „Kameradschaft Aachener Land“ unterhält, an seiner Wohnanschrift in Aachen fest und überführten ihn gestern Nachmittag nach Berlin, wo ihm heute eine Ermittlungsrichterin den Haftbefehl verkündet hat.
In Aachen wurden bei den Durchsuchungen diverse Munitionsbestandteile sichergestellt. In Radevormwald beschlagnahmten die Ermittler diverse Pyrotechnik sowie weitere Gegenstände, die dazu geeignet wären, Sprengvorrichtungen herzustellen.
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