27.01.2012 15:42
„Hexe“ und „Max“ erschnüffelten Drogenbunker - Mitte
Im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität in Mitte, bei dem auch zwei Rauschgiftspürhunde eingesetzt waren, nahmen Beamte des Polizeiabschnitts 32 heute Morgen einen 18-Jährigen vorläufig fest. Die in „zivil“ eingesetzten Beamten beobachteten den mutmaßlichen Drogenhändler gegen 8 Uhr 20 dabei, wie er sich zum zweiten Mal innerhalb einer halben Stunde auf einen Spielplatz in der Heinrich-Heine-Straße begab, sich auf den Boden kniete und im Erdreich buddelte. Als er wenig später einen der Beobachter als Polizist erkannte, versuchte der junge Mann zu flüchten, konnte jedoch von einem Beamten überwältigt werden. Die Polizisten nahmen den mutmaßlichen Drogenhändler daraufhin fest und beschlagnahmten eine größere Summe Bargeld in händlertypischer Stückelung sowie zwei Mobiltelefone, die er bei sich hatte. Drogen fanden die Beamten bei dem Festgenommenen nicht. Bei einer Absuche des Spielplatzes unter Zuhilfenahme der „vierbeinigen Profischnüffler“ offenbarte sich dann, wonach der 18-Jährige zuvor gebuddelt haben könnte. In mehreren Erdbunkern fanden die Polizisten insgesamt 61 mit Betäubungsmitteln gefüllte Kügelchen. Auch diese wurden beschlagnahmt.
Eine anschließende, richterlich angeordnete Wohnungsdurchsuchung in der Lichtenberger Wohnung des mutmaßlichen Händlers führte nicht zum Auffinden weiterer Beweismittel.
Die Polizeibeamten brachten den 18-Jährigen zu einer Gefangenensammelstelle, die er nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder verlassen konnte. Ihn erwarten jetzt strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln.
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